Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback


http://myblog.de/bradleyboother

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Ein Traum von einer Wohnung

Ich habe ja bereits im letzten Eintrag von meiner großen Leidenschaft für Einrichtung und gebrauchte Möbel berichtet. Es ist mir jetzt gelungen, meine Wohnung perfekt zu vervollständigen und ich fühle mich hier wirklich sehr wohl. Das brauche ich aber auch, wenn ich nach einem anstrengenden Tag in der Schule heim komme. Eine gemütliche Couch, einen großen Fernseher, ein gefülltes Bücherregal und so weiter. Eine Mahlzeit an meinem großen Eichenfurnier-Esstisch, ich könnte ganze Blogeinträge nur von diesem Genuss schwärmen. Obwohl mir gerade eine Sache einfällt, die ich noch gerne haben möchte. Etwas, das jeder, der was auf sich hält, unbedingt in seiner Wohnung haben sollte, den großen Fürsten und anderen Adeligen gleich, die mir mit ihrem zeitlosen Stil einrichtungstechnisch immer Vorbild waren - einen echten Kronleuchter. Leider habe ich Zweifel, dass so ein Prachtstück in meine doch eher bescheiden kleine Wohnung passen würde. Und so verbleibe ich träumend.

Aber ich kann mich nicht beschweren, wenn ich mich so umsehe, dann gibt es überhaupt keinen Grund zu klagen. Obwohl ich eigentlich nur ungern zugebe, dass meine Wohnung vollständig eingerichtet ist. Immerhin habe ich dann keine Möglichkeit mehr, mir noch Möbel zuzulegen. Und ich hätte noch so viele tolle Einrichtungsideen. Barocke Kommoden , gotische Zierbögen und so weiter. Ich sollte mir vielleicht mal ein neues Hobby suchen. Vielleicht Springreiten oder so was in der Art. Irgendetwas entspannendes, um mich von den stressigen Schülern zu erholen. Wahrscheinlich habe ich beim nächsten Mal schon davon zu berichten!

1.11.11 16:11


Werbung


Schulalltag

Das Lehrerdasein mag für manche schon trist anmuten. Jedes Jahr bekommt man aufs neue eine Klasse junger Kinder zugeteilt, die in meinem Falle immer aus der Unterstufe kommen . Es ist fast so als ob die Zeit stehen bleiben würde, da die kleinen Racker niemals Altern. Währenddessen schaue ich in den Spiegel und sehe, wie sich jedes Mal mehr Falten zu den bereits Vorhandenen dazugesellen. Ich weiss , dass das viele meiner Kollegen in mittelschwere Depressionen treibt, vor allem die weiblichen. 

Das wäre dem Beruf und auch der Berufung des Lehrerstandes nicht genüge getan. Es ist natürlich auch schön anzusehen, wie es immer wieder neue Kindergenerationen schaffen sich für den Unterrichtsstoff, falls man ihn auch interessant präsentiert, zu begeistern und man Zeuge wird wie der neugierige, akademische Geist in ihnen langsam aber beständig erwacht. 

Ich versuche mit meinem Unterricht immer dem aktuellen Stand neuester wissenschaftlich-pädagogischer Konzepte zu genügen und gehe deshalb auch auf viele Fortbildungen. Eines darf nämlich das Lehrerdasein nicht sein : Ein sich immer wiederholender Kreislauf , desselben Unterrichtmaterials, der selben Witze und demselben Tadel , den Generationen von Schüler über sich ergehen lassen. Eben das ist es was den einst so idealistische eingestellten Lehrer zu einem verbitterten, desillusionierten Pauker verkommen lässt. Deshalb obliegt es jeder Lehrkraft, sich immer wieder aufs neue zu motivieren und auch einfach mal auf seine Schüler einzugehen, die oft so schnell mit der neuesten Technik vertraut sind. Als Sportlehrer fällt mir das natürlich besonders leicht, da ich alleine um nicht als völlige Witzfigur behandelt zu werden auch selbst in Form und vital bleiben muss. Das bin ich meinen kleinen Rackern schuldig, denn alles andere wäre doch einfach nur inkonsequent?

13.10.11 16:56


Von den schönen Dingen

Die Einrichtung meiner Altbauwohnung ist für mich zur wahren Passion ausgeartet. In meinen jungen Jahren als Student hatte ich eine rein pragmatische Einstellung zur Einrichtung meines Wohnraumes. Mit zunehmenden Alter merke ich, wie es zur Art der Selbstverwirklichung wird. Als Inspiration dienen mir vor allem Wohnräume englischer Literaten ala Hemmingway. Gebrauchte Möbel, vor allem antike Möbel sind meistens im Internet zu finden, da Feusdorf keine hohe Dichte an Antikhändlern besitzt. Derzeit bin ich auf der Suche nach einem Stehpult, für meine Unterrichtsvorbereitungen. 

Ein sogennantes Stehpult ist ein Einrichtungsgegenstand mit einer glorreichen, maskulinen Vergangenheit. Große Männer wussten schon immer Bescheid , über die Problematik der Verweichlichung, die einher geht mit den Qualen des Sitzens. Das Sitzen wurde zum Symbol des krummbuckligen Büroangestellten, der voller Missmut mit krummen Rücken ein karges Dasein in sitzender Haltung verbringt. So zwingt einen die Arbeit an einem Stehpult, da sie wie zu erwarten nicht die bequemste ist, sich auf das zu fokussieren was in diesem Moment zu bearbeiten ist. Es zwingt einen , wie Hemmingway schon sagte, kurze und prägnante Sätze zu formulieren. Schnörkel und pretentiöste Nebensätze hat er so vermieden und schuf eine ganz neue Art des Schreibens. Bisher bin ich leider noch nicht fündig geworden . Das Stehpult würde perfekt zu meiner Couch passen, die jedem Wiener Psychoanalytiker ein anerkennendes Nicken abringen würde. 

Sie ist bedeckt von feinsten Perserteppichen, die auch im Zelt eines Stammesfürsten der Beduinen ausliegen könnten. Für viele Lesenden mag mein Hang zu alten Gegenständen dekadent oder gar exzentrisch klingen. Ich bitte Sie aber nocheinmal darüber nachzudenken, ob es nicht genau diese Genüsse sind, die das Leben erst lebenswert machen.  Einen schönen Tag!

12.10.11 16:55


Die Tücken von Mallorca

Sehr geehrte Damen und Herren, oder weniger förmlich liebe Lesenden meines neuen Online-Blogs: Ich will mich zunächst vorstellen, mein Name ist Bradley Boother, ich bin ursprünglich irischer Herkunft und arbeite als Gymasiallehrer für Englisch und Sport am Gymnasium von Feusdorf. Mein Blog soll mir selbst als eine Art Tagebuch dienen, das den Alltag meines Lebens, aber auch Gedanken, die ich mir über die Dinge der Welt mache, wiederspiegeln soll. Wie mein Beruf des Sportlehrers schon nahe legt, betätige ich mich auch in meiner Freizeit sportlich und bin vor allem dem Golfen zugetan. Es ist eine sehr edle Sportart, die geistig und körperlich fordernd ist und mir den perfekten Ausgleich zum Schulalltag liefert. Ich betreibe das Golfen meist auf meinen Urlauben auf Mallorca, wo ich eine kleine Finca fernab des proletarischen Ballermantourismus besitze. Dort bin ich Mitglied im Golfclub und da ich als Lehrer , ja wie meine Schüler sehr oft Ferien habe, bin ich so oft wie möglich in meinem persönlichen "Getaway". Im letzen Sommerurlaub, wurde mir der Spaß und die Erholung auf eine sehr böse Art und Weise verdorben, da ich einen heftigen Unfall auf einer Landstraße hatte. Das hättte wirklich auch lethal enden können. Ich fuhr, zugegebenermaßen mit überhöhter Geschwindigkeit, als eine mallorquinische Ziege auf die Straße sprang . Da ich in Gedanken schon auf dem Golfplatz war, geriet ich beim Anblick dieses unschuldigen Tieres in Panik, riss das Steuer herum und landete direkt im Graben. Ich hatte schwere innere Verletzungen und musste sogar vom ADAC ausgeflogen werden. Das war vor über einem Jahr, aber ich habe immer noch daran zu knabbern. Bis ich das erste mal wieder ins Auto steigen konnte dauerte es sehr lange .
5.10.11 16:52





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung